PETER FISCHER-VON INS, KINESIOLOGE IKBS

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Ich glaube nur, was ich selbst erlebt habe

Ein kritisches, aber auch neugieriges Verhalten der Kinesiologie gegenüber (wie auch anderen Methoden und Praktiken gegenüber, die zum Ziel haben, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu verbessern) finde ich durchaus positiv. In einer kinesiologischen Arbeitsstunde haben Sie als Klient mehrfach die Gelegenheit, direkt zu erfahren und zu prüfen, was die kinesiologischen Techniken bewirken.

Nehmen wir wiederum das Beispiel der Frau, welche in der Lage sein möchte, die Ohnmacht, welche sie der Krankheit ihrer Schwester gegenüber erlebt, ruhig zu akzeptieren. Die Klientin spürt bereits im Gespräch, in welchem wir ihr Anliegen besprechen, wie einerseits Niedergeschlagenheit und Resignation andererseits aber auch eine heimliche Wut die Begegnung mit ihrer Schwester prägen.

In der Voraktivität, in welcher sich die Frau in der Fantasie in eine konkrete Situation begibt, wo sie das gewünschte gute Ergebnis umsetzen könnte, nimmt sie in der fantasierten Vorstellung bei ihrer Schwester vor allem die Krankheitssymptome wahr, was bei ihr lähmende Gefühle erweckt.

Der Zielsatz wird vor dem Ausgleich mit dem Muskeltest geprüft. Es erstaunt sie nicht, dass der Muskel (Deltoideus anterior) keinen Gegendruck leistet, während sie ihren Zielsatz laut ausspricht, um dem guten Ergebnis ganz gegenwärtig zu sein.

Im Ausgleich teste ich die verschiedenen Meridiansysteme mittels der ihnen zugeordneten Muskeln. Drei verschiedene Muskel reagieren schwach ohne den nötigen Gegendruck. Während ich bei diesen drei Systemen mit Akupressur und Augenbewegungen das energetische Gleichgewicht herstelle, denkt die Frau an ihr gutes Ergebnis und ist innerlich offen für Gefühle, Gedanken und Bilder. Sie teilt mir ihre innere Wahrnehmung mit. Wir sprechen darüber.

Beim Nachtesten, wo es darum geht zu prüfen, ob die Ausgleichtechniken die gewünschte Wirkung gezeigt haben, ist sie verblüfft, dass die gleichen Muskeln, die sie noch ca. zwei Minuten zuvor als schwach erlebt hatte, nun problemlos den nötigen Gegendruck leisten. Alle Meridiansysteme sind nun ausgeglichen. Ich fordere die Klientin auf, ihren Zielsatz nochmals laut auszusprechen. Ich teste mit dem gleichen Muskel (Deltoideus anterior). Die Klientin spürt deutlich, dass der Muskel mittels Gegendruck einrastet und empfindet dabei ein Gefühl der Sicherheit und Gelassenheit.

In der sogenannten Nachaktivität experimentiert die Frau nochmals in ihrer Fantasie mit ihrem Zielsatz. Sie fantasiert die gleiche Begegnung mit ihrer Schwester, die sie vor dem energetischen Ausgleich vor ihrem inneren Auge inszeniert hatte. Diesmal nimmt sie diese viel stärker als ihre Schwester und nicht als kranken Menschen wahr und entdeckt auch positive Züge in deren Person.

Um diese Wahrnehmung zu verstärken, fordere ich die Frau auf, aus einer Kiste mit verschiedenen Naturmaterialen (Steine, Holzstücke, getrocknete Blumen etc.) zwei Gegenstände auszuwählen, der eine Gegenstand als Symbol für die positiven Eigenschaften ihrer Schwester und der andere für ihre heimliche Wut, welche sie zu Beginn der kinesiologischen Arbeitsstunde wahrgenommen hatte. Sie zählt bewusst nochmals die positiven Seiten ihrer Schwester auf, die sie in der fantasierten Situation wahrgenommen hatte und ergänzt diese mit anderen positiven Eigenschaften, die ihr spontan in den Sinn kommen. Sie projiziert all das Positive in die getrocknete kleine Rosenblüte hinein, die sie als Symbol gewählt hatte. Danach frage ich die Klienten, welche Aktivitäten und Pläne sie seit einiger Zeit gerne hätte ausführen wollen – dies aber unterlassen habe, weil vielleicht auch die Sorge um ihre Schwester sie davon abgehalten habe. Sie nennt Folgendes: Freundinnen einladen, mit ihnen ausgehen, mehr Sport treiben und in die Ferien verreisen. Bei meiner Aufforderung, diese Tätigkeiten in den Stein, den sie für ihre Wut gewählt hatte, gedanklich hineinzulegen, zögert sie. Der Stein passe irgendwie nicht mehr. Sie nimmt eine farbige Feder eines Vogels aus der Kiste und lässt die mentale Kraft ihrer genannten Wünsche und Pläne in diese hineinfliessen. Meine Frage, ob sie die Blume und die Feder mit nach Hause nehmen wolle, um diese irgendwo in ihrer Wohnung gut sichtbar aufzustellen, bejaht sie mit Freude.

 

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