PETER FISCHER-VON INS, KINESIOLOGE IKBS

Kinesiologie Biel » Gesundheit in der Chinesischen Medizin

Teil 1: Das Verständnis von Gesundheit/Krankheit der Chinesischen Medizin

In der chinesischen Medizin wird unter Gesundheit ein freies Fließen von Lebensenergie (Qi) verstanden, bei der alle körperlichen, seelischen und geistigen Funktionen miteinander im Austausch sind und in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Auf dieser Grundlage wird Gesundheit als ein dynamisches Gleichgewicht verstanden, das sich ständig an die verändernden äußeren und inneren Bedingungen anpasst.

Die Auffassung von Gesundheit, wie sie in der Kinesiologie vermittelt wird, entstammt diesem energetischen Modell der traditionellen chinesischen Medizin. Unbehagen, Schmerz und Krankheit werden als Symptome eines Ungleichgewichts oder einer Blockade im Fluss der Lebensenergie verstanden.

Das Modell der Chinesischen Medizin ist nicht statisch, sondern dynamisch. Bewegung, Wandlung, Fliessen sind zentrale Eigenschaften innerhalb dieses Modells. Es kennt fünf Wandlungsphasen (die fünf Chinesischen Elemente): Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Jeder dieser Phasen sind Körperorgane zugeordnet, die ihren eigenen Funktionskreis bilden. Diesen wiederum sind verschiedene Emotionen zugeteilt. Leitbahnen, genannt Meridiane, bilden ein Netzwerk, in dem die Lebensenergie (Qi) fliesst. Auf den Meridianen liegen die Akupunkturpunkte.

Ungleichgewichte können auf verschiedenen Ebenen auftreten: Auf der strukturellen Ebene (Körperebene, z.B. muskuläre Probleme), oder auf der ökologischen (z.B. Konflikte in sozialen Beziehungen), oder auf der emotionalen (z.B. unverarbeitete Gefühle) oder auf der energetischen (z.B. innerhalb eines energetischen Funktionskreises).

Aufgrund dieser dynamischen Eigenschaften und der zentralen Bedeutung der Beziehungen und Verbindungen zwischen den einzelnen Teilen sowie der Fähigkeit zur Selbstorganisation hin zu einem dynamischen Gleichgewicht enthält das chinesische Modell zentrale Prallelen zur modernen systemischen Sicht der Wirklichkeit.

 

Weiter: Teil 2: Die fünf Ebenen des Menschsseins

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